2000-Watt-Gesellschaft

Im Jahr 1997 initiierte der ETH-Rat das Projekt «Strategie Nachhaltigkeit» mit dem Ziel, durch einen ökologischen Innovationsschub den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel, der durch Globalisierung und Strukturwandel hervorgerufen wird, positiv mitzugestalten. 1998 publizierte der ETH-Rat erstmals die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft - eine Orientierungsgrösse für die Nachhaltige Entwicklung, die seither lebhaft diskutiert und ausgeforscht wird und die zunehmend von der Politik als Planungsgrösse aufgegriffen wird. Seit dem Jahr 2002 arbeiten verschiedene ETH-Institutionen auf der gemeinsamen Plattform «Novatlantis - Nachhaltigkeit im ETH-Bereich» an Forschungsprojekten, die in visionärer Art Prozesse und Technologien einsetzen, die noch nicht wettbewerbsfähig sind, aber das Potential bergen, die Ziele der Nachhaltigkeit zu erreichen.



Grafik: novatlantis, 2004

Kernaussage der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft ist, dass Nachhaltigkeit gewährleistet ist, wenn der Energieverbrauch nicht mehr als 2000 Watt pro Person beträgt. Dieser Zahl liegt eine grobe Abschätzung von Tragfähigkeit bezüglich CO2-Ausstoss, Sparpotential bei Aufrechterhaltung des Lebensstandards und der Voraussetzung gleicher Lebenschancen für alle Menschen zugrunde.
 
Das Aufhalten des Klimawandels ist eine der vordringlichsten Herausforderungen bezüglich Nachhaltigkeit. Damit der CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht über 550 ppm steigt, darf der fossile Anteil des Primärenergieverbrauchs von 2000 Watt nicht mehr als 500 Watt betragen.
 
Die Schweiz ist heute eine 6000 Watt-Gesellschaft, die USA liegt bei rund 12000 Watt; der Pro-Kopf-Verbrauch in den ärmsten Ländern liegt bei rund 100 Watt. Im weltweiten Durchschnitt liegt die Dauerleistung heute bei rund 2000 Watt. Interessant ist auch, dass die Schweiz im Jahre 1960 eine 2000 Watt-Gesellschaft war.
 
Die Hinführung in der Schweiz auf 2000 Watt ist mittels Energieeffizienzmassnahmen, bester Technik und Verhaltensänderungen möglich.
 
Pilotregion
 
Basel ist Pilotregion der 2000-Watt-Gesellschaft. Die Pilotregion ist entstanden aus der Zusammenarbeit von Novatlantis, dem damaligen Baudepartement des Kantons Basel-Stadt, der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Universität Basel. Der Kanton Basel-Landschaft beteiligte sich im Teilprojekt «Erlebnisraum Mobilität» an der Pilotregion.

Seit der Lancierung der Pilotregion Basel im Jahre 2001 bilden Stadtentwicklung und Mobilitätsfragen den Schwerpunkt der angewandten Forschung. Der Baubereich fokussiert auf grosse Stadtentwicklungsvorhaben und Realisierung beispielhafter Pilot- und Demonstrationsprojekte sowie die Anwendung der neuen Bautechnologien. 
 

Links:
 
Strategiepapiere Regierungsrat Kanton Basel-Landschaft
www.baselland.ch/Strategie-Publikationen.316475.0.html
 
Legislaturplan Regierungsrat Kanton Basel-Stadt
www.regierungsrat.bs.ch/ueber-uns/legislaturplan-2013-2017.html
 
Basel auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft
www.2000-watt.bs.ch
 
Fachstelle 2000-Watt-Gesellschaft
www.2000watt.ch
 
ETH-Plattform für zukunftsfähige Lösungen wie 2000-Watt-Gesellschaft:
» www.novatlantis.ch