Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Durch den Kauf langlebiger, qualitativ hochwertiger oder gebrauchter Produkte, durch Ausleihen selten benötigter Geräte von Nachbarn oder gar durch Konsumverzicht lässt sich die eigene Abfallmenge wirksam vermindern – oft ohne Einschränkung der Lebensqualität. Dieses Wissen soll anhand konkreter Informationsprojekte verbreitet und in der Bevölkerung besser bekannt gemacht werden.
 
Der Trend zu einer Einweg- und Wegwerfgesellschaft ist in der Schweiz weiter ungebrochen. Damit steigt einerseits der Ressourcenverbrauch, andererseits das Abfallaufkommen. Die beiden Basler Kantone versuchen, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Erste Erfolge sind zu verzeichnen, konnten doch bereits wegweisende Projekte umgesetzt werden, die schweizweit Beachtung fanden.
 
Die Möglichkeiten zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung werden in den meisten Betrieben noch zu wenig ausgeschöpft, einerseits, weil die Kostenvorteile zu wenig offensichtlich sind, andererseits, weil es an Zeit für grundlegende Überprüfung der Abläufe und Prozesse mangelt. Hier können die steigenden Preise für wichtige Ressourcen (Energie, Rohstoffe) unter Umständen die Bereitschaft verbessern, zusammen mit den Umweltfachstellen und Beratungsinstitutionen nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen.



Ein Beitrag zur Abfallvermeidung wird geleistet, wenn wir Konsumgüter reparieren, anstatt sie wegzuwerfen. Der Reparaturführer schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen werden Konsumentinnen und Konsumenten sensibilisiert, Alltagsgegenstände zur Reparatur zu bringen. Zum anderen wird das Gewerbe angeregt, Reparaturdienstleistungen anzubieten, respektive zu reaktivieren. www.reparaturfuehrer.ch wird von den AUEs beider Basel unterstützt.