Bauabfälle

Bauabfälle stellen mit Abstand die grösste Abfallfraktion dar. Zudem setzen sie sich aus den unterschiedlichsten Materialien und Stoffen zusammen.

 

Grundsätzlich enthalten Bauabfälle viele Stoffe, welche der Verwertung zugeführt werden müssen. Dadurch können wertvolle Rohstoffe gespart und der knappe Deponieraum geschont werden. Die Grundlage dafür muss aber bereits während der Planungsphase der Bauarbeiten gelegt werden. Vor Beginn der Rückbauarbeiten müssen allfällig vorhandene Sonderabfälle (Chemikalien, Asbest, Leuchtstoffröhren, Öl, Treibstoff, etc.) identifiziert, fachgerecht entfernt und entsorgt werden. Der eigentliche Abbruch des bestehenden Bauwerks hat im Sinne eines 'Rückbaus' gemäss der Norm 430 (SIA 430) des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA zu erfolgen. Die gesetzlich vorgeschriebene Trennung der Bauabfälle muss dabei auf der Baustelle und gemäss den Grundsätzen des Mehr-Mulden-Konzeptes für die Region Basel erfolgen.
 
Definition
Zu den Bauabfällen gehören alle Materialien, die bei Bau- oder Abbrucharbeiten auf Baustellen zur Entsorgung anfallen:

 
Aushub
Bauschutt (die mineralische Fraktion der Bauabfälle wie Ziegel, Backsteine, Beton)
Bausperrgut (unsortierte Bauabfälle wie z.B. Holz, Kabel, Metalle, Kunststoffe)
problematische Bauabfälle (insbesondere Sonderabfälle, PCB- oder asbesthaltige Bauteile)
 

Mengen und Entsorgungswege
In den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft fallen grosse Mengen Bauabfälle an. Aufgrund mehrerer Grossprojekte (z.B. Neubau Stadtteil Erlenmatt, Umgestaltung Hafen St. Johann) sowie der gegenwärtigen Baukonjunktur steigen die Mengen tendenziell auch immer noch an:

 
Kategorie Menge (geschätzt) für BL + BS [Tonnen/Jahr] 
Aushub 1,3 – 1,5 Mio 
Bauschutt
davon in Anlagen verwertet 0,4 Mio 
0,5 Mio 
Bausperrgut
davon brennbare Anteile für KVA ca. 10’000 
80’000 – 100’000 
Holz 20’0000 – 25’000 
Problemabfälle (ohne Material aus belasteten Standorten) 5’000 – 10’000 
 

Über die verwerteten Mengen liegen keine genauen Angaben vor. Die Tendenz ist jedoch (auch aufgrund der höheren Kosten für die Deponierung) eindeutig steigend.
 
Bausperrgut kann nicht als solches verwertet oder entsorgt, sondern muss manuell oder maschinell sortiert werden. Bauabfälle, die gefährliche Stoffe enthalten (wie z.B. Spritzasbest oder PCB-haltige Fugendichtungsmassen), gehören gemäss der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) zu den Sonderabfällen und müssen dementsprechend behandelt werden.

 

Links:
AUE-BS-Homepage, Thema Bauabfälle:
Bauabfälle/Bauschutt 
 
Bundesamt für Umwelt, Thema Abfall:
» www.bafu.admin.ch/abfall/index.html
 
ARV, Thema Bauabfälle:
» www.arv.ch/navigation_oben/recycling_baustoffe_und_mineral_rueckbaustoffe/