Eliminierung von verbotenen Stoffen aus dem Stoffkreislauf

Aufgrund ihrer Gesundheits- oder Umweltgefährlichkeit werden für bestimmte Stoffe Verwendungsverbote bzw. Beschränkungen erlassen. Diese sind in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) festgelegt. Verschiedene heute verbotene Stoffe fanden früher Anwendung, als ihre Gefährlichkeit für die Gesundheit und die Umwelt noch nicht bekannt war.
 
Typische Beispiele dafür sind Asbest und polychlorierte Biphenyle (PCB), welche wegen ihrer spezifischen Eigenschaften in der Bau- und Elektroindustrie eingesetzt wurden.
 
Bei solchen Stoffen besteht die Aufgabe der kantonalen Behörde u.a. darin, die betroffenen Berufskreise sowie die Bevölkerung zu informieren und bei allfälligen notwendigen Sanierungen zu unterstützen.
 
Asbest
Die guten isolierenden Eigenschaften sowie die Hitzbeständigkeit haben dazu geführt, dass Asbest in der Bauindustrie in grossen Mengen eingesetzt wurde. Erst nach der Erkenntnis, dass Asbestfasern krebserregend sein können, wurde die Verwendung von Asbest verboten. Obwohl inzwischen viele Gebäude hinsichtlich Spritzasbest saniert wurden, kommen andere asbesthaltige Baumaterialien bis heute immer noch vor. Bei unsachgemässer Entfernung besteht die Gefahr, dass lungengängige Asbestfasern freigesetzt werden. Es ist deshalb wichtig, dass solche Materialien vor anstehenden Renovations- oder Umbauarbeiten identifiziert werden.
» weitere Informationen
 
Polychlorierte Biphenyle
Polychlorierte Biphenyle (PCB) wurden vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren in grossen Mengen wegen ihrer guten technischen Eigenschaften in Fugendichtungsmassen und in gewissen Bauteilen von elektrischen Geräten und Anlagen eingesetzt. Nachdem erkannt wurde, dass PCB für Mensch und Umwelt giftig sind, wurde ihre Anwendung in Baumaterialien 1972 verboten. In gewissen «geschlossenen» Anwendungen wie in Elektrogeräten – und Anlagen durften Sie allerdings bis 1986 eingesetzt werden.
 
Ein Teil der PCB-haltigen Materialien ist auch heute noch in den Gebäuden vorhanden und stellt vor allem bei unsachgemässen Sanierungen oder im Brandfall eine Gefährdung dar.
» weitere Informationen