Erneuerbare Energien und Abwärmenutzung

In den beiden Kantonen basiert der Beitrag der erneuerbaren Energien massgeblich auf der Wasserkraft und in Basel-Stadt zusätzlich noch auf dem Kehricht. Der Anteil der «neuen» erneuerbaren Energien (Sonne, Holz, Umweltwärme) wächst zwar stetig, blieb aber noch auf einem bescheidenen Anteil am Gesamtverbrauch stehen.
 
Anteil der erneuerbaren Energien und der Abwärmenutzung am Endenergieverbrauch
Der Anteil dieser Energieträger hat sich seit 1990 stetig erhöht und betrug 2012 in BS 10.4% und in BL 11.1% am gesamten Endenergieverbrauch. Hierbei wird Wasserkraft ausgeklammert.  Wenn man diese jedoch mit einrechnet, beträgt der Anteil an erneuerbarer Energie im Jahr 2012 in BS 37.4% und in BL 27.5%.



Erneuerbare Energie pro EinwohnerIn

Wärme

Thermische Solaranlagen:
Deren Fläche nihmt in beiden Kantonen weiterhin stark zu. Diese Technik erweist sich für die Brauchwarmwasserbereitung als sehr gut geeignet. Der Verbreitungsgrad steigt auch dank besser ausgereiften Anlagen, zunehmender Akzeptanz und dank kumulierender Programme wie «100jetzt» in diversen Gemeinden des Baselbiets. Nicht zuletzt sind die neuen gesetzlichen Vorgaben in beiden Kantonen (Warmwassererzeugung zu mindestens 50% mit erneuerbarer Energie) ein starker Treiber für thermische Solaranlagen.
Geothermie:
Bei der Geothermieanlage Riehen ergeben sich von Jahr zu Jahr erhebliche betriebsbedingte Schwankungen. Die Anlage wurde 2011 erneuert und damit die Energieausbeute nahezu verdoppelt. Die vorhandenen Wärmeverbünde werden zusammengeschlossen (Fernwärme «Riehen Plus») und mit dem städtischen IWB-Fernwärmenetz verbunden.
Wärmepumpen:
Der vermehrte Einsatz in BL führt zu einer recht starken Zunahme der Nutzung von Umweltwärme. In BS wächst die Anzahl der Wärmepumpen nur sehr langsam.
Holzfeuerungen:
Die Anzahl grosser Holzschnitzelfeuerungen hat in den vergangenen 20 Jahren stetig zugenommen, die automatischen Kleinfeuerungen (Pellets) erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Das regionale Potential des Energieträgers Holz wird noch nicht ausgeschöpft, obwohl die Nutzung im Holzheizkraftwerk Basel zu einer deutlichen Erhöhung des erneuerbaren Anteils geführt hat. Das geplante 2. Holzheizkraftwerk sowie der im Bau befindliche Fernwärmespeicher von 1400m3 führen zu einer weiteren markanten Erhöhung des erneuerbaren Anteils in der Fernwärme.
 

Solarstrom

Nach der Nuklearkatastrophe in Japan im März 2011 änderten sich die politischen Rahmenbedingungen in der Schweiz. Die Photovoltaik erhielt durch gesteigerten Investitionswillen und Förderprogramme auch der lokalen Energieversorgungsunternehmen erheblichen Auftrieb. In der Energiestatistik BL äussert sich dies durch einen sprunghaften Anstieg der PV-Stromproduktion ab 2012.

 

Solarkataster

Beide Kantone haben seit Dezember 2011 (BS) resp. seit Januar 2013 (BL) einen Solarkataster im Internet aufgeschaltet, der die Potenziale der Dächer für Solarthermie und Photovoltaik parzellenscharf abbildet.

 


Erneuerbare Energien = alternativ? Am Ende werden sie die einzige Alternative bleiben.


Links:
Solarkataster Basel-Stadt
» www.geo.bs.ch/solarkataster
 
Solarkataster Basel-Landschaft
» www.solarkataster.bl.ch