Schutz vor Störfällen

Die siebziger und achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts waren neben anderem geprägt von Störfällen wie Seveso, Bhopal und Schweizerhalle. Dies veranlasste den Bund im Jahre 1991 die Verordnung über den Schutz vor Störfällen (Störfallverordnung, StFV) in Kraft zu setzen. Die besondere geografische Lage und wirtschaftliche Entwicklung der beiden Basel sorgen dafür, dass sie von allen Aspekten der Störfallverordnung, die ein wichtiges Instrument der Risikovorsorge ist, betroffen sind.
 
In einem urbanen Gebiet sind Entwicklungsgebiete für die grossflächige Ansiedlung von Industrien rar. Umso wichtiger ist eine vorausschauende Raumplanung, um ein Nebeneinander von Wohn-, Gewerbe- und Industrienutzung zu ermöglichen.
 
Als althergebrachter Chemiestandort sind die stationären Chemierisiken schon länger im Blickpunkt der Bevölkerung. Die Entwicklung der Region zum Kompetenzzentrum für Biotechnologie führte in den letzten Jahren zur verstärkten Auseinandersetzung mit den biologischen Risiken.

 


Die Störfallverordnung befasst sich mit chemischen, biologischen und Transport-Risiken. (wie z.B. hier auf dem Rhein)

Als Verkehrknotenpunkt erwachsen den beiden Basel nicht nur Chancen durch die Mobilität, sondern bringen mit dem Transport gefährlicher Güter auch zusätzliche Gefahren in die Region. Daher müssen aus dem Blickwinkel einer umfassenden Störfallvorsorge auch die Verkehrswege Strasse, Schiene und Rhein bezüglich ihrer Gefahr für Bevölkerung und Umwelt betrachtet werden.
 
Die geologischen Risiken in der Region führten dazu, dass in den letzten Jahren vermehrt auch dem Schutz der Bevölkerung bei Erdbeben Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Mai 2012 wurden die beiden Kantone in der länderübergreifenden mehrtägigen Erdbebenübung SEISMO unter Federführung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz beübt.