Sonderabfälle

Sonderabfälle müssen aufgrund ihrer Eigenschaften am Entstehungsort separat erfasst und speziellen Behandlungs- und Entsorgungswegen zugeführt werden. Damit Sonderabfälle nicht «verschwinden» oder unsachgemäss entsorgt werden können, unterstehen sie gesamtschweizerisch einem Begleitscheinverfahren.

 

Rechtsgrundlagen
Das Bundesrecht definiert abschliessend, welche Abfälle als Sonderabfälle gelten. Mit der Inkraftsetzung der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) am 1. Januar 2006 wurden die Regelungen für den Verkehr mit Sonderabfällen vereinfacht und auf die heutigen Möglichkeiten der Informatik (Internet) angepasst. Gleichzeitig wurde mit der VeVA aber auch eine neue Kategorie «andere kontrollpflichtige Abfälle» (z.B. Altautos, Elektronikschrott, Altholz) eingeführt, um auch bei diesen speziellen Abfällen eine ordnungsgemässe Behandlung sicherzustellen.

 

Bedeutende Sonderabfallmengen in der Region Basel
Mengenmässig machen die in Industrie und Gewerbe anfallenden Sonderabfälle mehr als 99% aus, während aus dem Haushaltbereich nur bescheidene Mengen gesammelt werden. Auch bei diesen Kleinmengen ist es aber wichtig, dass sie nicht unsachgemäss entsorgt werden, weil sie andernfalls Personen gefährden oder das Wasser verunreinigen können.
 
Gute regionale Infrastruktur für die Behandlung der Sonderabfälle
In der Praxis hat sich die Erfassung und Behandlung von Sonderabfällen in Gewerbe und Industrie bereits seit einiger Zeit gut eingespielt und auch bei den Haushalten werden Sonderabfälle grösstenteils korrekt entsorgt. So gesehen geht von den Sonderabfällen nicht unbedingt eine grössere Umweltbelastung aus, als von den übrigen Abfällen. Dies gilt aber nur, solange der Verkehr mit Sonderabfällen sorgfältig überwacht wird und der Standard der Behandlungsanlagen hoch bleibt. Die Region Basel verfügt diesbezüglich über eine gut ausgebaute Infrastruktur, die über die Region hinaus von Bedeutung ist.