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Fachberichte > Technik und Risiko

Technik und Risiko

Tagtäglich gehen wir bewusst Risiken ein, deren Auswirkungen für uns überschaubar sind. Gleichzeitig sind wir auch Gefahren ausgesetzt, denen wir uns nicht bewusst sind. Beim Umgang der Betriebe mit gefährlichen Chemikalien und Organismen ist die Aufgabe der Vollzugsbehörden, dass diese Risiken innerhalb eines gesellschaftlich akzeptierten Rahmens bleiben.
 
Die Risikolandschaft wird durch verschiedene, sich stetig ändernde Faktoren bestimmt. Dazu gehören die Einführung neuer industrieller Technologien und der fortschreitende Wissensstand sowie die sich ändernden gesellschaftlichen Ansprüche. Die Raumplanung ist ein wichtiges Instrument, um die zukünftige Entwicklung der Region aus risikologischer Sicht mitzugestalten.
 
Mit der Störfallvorsorge wird die konkrete Gefährdung durch gefährliche Chemikalien oder Organismen vermindert. Bereits in der Planungsphase zu neuen Projekten, wie auch bei bestehenden Objekten, werden die Auswirkungen auf Bevölkerung und Umwelt durch die Vollzugsbehörden abgeschätzt und gegebenenfalls Massnahmen gefordert. Bei allen Fällen von grosser Tragweite werden sie dabei in beiden Kantonen durch verwaltungsunabhängige Kommissionen unterstützt.
 
Neue Technologien bieten sowohl Chancen als auch Risiken. Hierbei ist insbesondere die Biotechnologie zu nennen. Als wichtiger Pfeiler in der wirtschaftlichen Entwicklung der Region wurde bereits früh eine Überwachung des Umganges mit krankheitserregenden aber auch gentechnisch veränderten Organismen in Forschung, Gewerbe und Industrie aufgebaut.
 
Es gibt kein Nullrisiko. Deshalb gibt es zu jedem relevanten Risiko eine Einsatzplanung, welche den Blaulichtorganisationen hilft, ein Ereignis möglichst rasch, mit geringen Auswirkungen für Bevölkerung und Umwelt, zu bewältigen. Obwohl es in der Berichtsperiode zu keinen bedeutenden Störfällen kam, gab es unter den jährlich durchschnittlich 40 Aufgeboten in beiden Kantonen Fälle, die nur dank professioneller Ereignisbewältigung glimpflich abliefen. Eine Nachbearbeitung von stattgefundenen Ereignissen unterstützt die Vorbereitung auf kommende Geschehnisse und hilft, die benötigte Infrastruktur frühzeitig bereitzustellen.



Im Verkehr gehen wir bewusst Risiken ein. Die unbewussten Risiken reguliert, wo notwendig, der Staat.