Umnutzung von Industriearealen

Ehemalige Industrie- und Gewerbeareale werden neuen Nutzungen zugeführt
 
Wirtschaftliche Entwicklungen und der Umbau der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft bedingen, dass industriell- oder gewerblich genutzte Flächen brach fallen und einer neuen Nutzung zugeführt werden müssen. Für die Schweiz wird das Potential der ungenutzten Industrieflächen auf ca. 17 Mio. Quadratmeter geschätzt (ARE/BUWAL 2004). Auch in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft liegen zahlreiche Areale brach oder sind ungenügend genutzt– trotz der insgesamt günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Dreiländereck und der damit verbundenen intensiven Flächennutzung. Nachhaltiges Flächenmanagement fordert, diese Areale zu nutzen.
 
Brachflächen in Siedlungsgebieten verfügen aufgrund ihrer zentralen Lage und der vorhandenen Infrastruktur häufig über ein hohes Entwicklungspotential. Aufgrund der früheren Nutzungen ist jedoch bei einem Grossteil der Areale mit Belastungen des Untergrundes zu rechnen. Durch vorgängige Untersuchungen kann geklärt werden, wo welche Belastungen vorliegen und ob Sanierungsmassnahmen zum Schutz der Umwelt notwendig sind. Die Planung kann aufgrund dieser Erkenntnisse optimiert und die notwendigen Arbeiten (z. B. Triage und Entsorgung) in den Bauablauf integriert werden. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass eine sorgfältige Planung und ein intensiver Kontakt zwischen Bauherr, Ingenieurbüro und den Umweltämtern es ermöglichen, auch Areale mit komplexer Nutzungsgeschichte und Belastungssituation mit vertretbarem finanziellen und zeitlichen Aufwand einer neuen Nutzung zuzuführen und gleichzeitig den Anforderungen des Umweltschutzes gerecht zu werden.