Umweltgefährdende Stoffe

Die umweltgefährdende Wirkung von Chemikalien wurde in vielen Fällen erst Jahre oder gar Jahrzehnte nach deren Verwendung erkannt. So galten Stoffe wie die besonders umweltgefährlichen polychlorierten Biphenyle bei ihrer Einführung als vollkommen unbedenklich. Auch heute noch ist die Eliminierung von schon lange verbotenen Problemstoffen aus dem Stoffkreislauf ein wichtiges Thema der Chemikalienfachstellen in beiden Basel.
 
Andererseits werden aber laufend neue Chemikalien als umweltgefährdend erkannt, welche heute noch eingesetzt werden oder in Produkten als Verunreinigung erhalten sind. Deshalb untersuchen die Chemikalienfachstellen die auf dem Markt angebotenen Produkte stichprobenweise auf umweltgefährdende oder gesundheitsschädliche Stoffe und sorgen dafür, dass nicht gesetzeskonforme Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. Zudem tragen sie mit Informationskampagnen und Beratung dazu bei, dass problematische Chemikalien durch ungefährliche ersetzt werden.
 
Die Einführung einer neuen EU-kompatiblen Chemikaliengesetzgebung, welche deutlich mehr als bisher auf die Eigenverantwortung der Hersteller und Importeure baut, stellt die Fachstellen nun vor die Herausforderung, das bisher hohe Niveau im Umwelt- und Gesundheitsschutz auch unter dem neuen Recht aufrecht zu erhalten.

 

Eliminierung von verbotenen Stoffen aus dem Stoffkreislauf
Verschiedene Stoffe, die früher wegen ihrer spezifischen Eigenschaften Anwendung fanden, sind heute verboten, da inzwischen ihre Gefährlichkeit für die Gesundheit oder für die Umwelt nachgewiesen wurde. Die Chemikalienfachstellen haben die Verbreitung einzelner Stoffe abgeklärt und unterstützen und beraten die Bevölkerung und die betroffenen Berufskreise bei der Beurteilung und Sanierung von umweltgefährlichen Baustoffen und Anlagen.
» weitere Informationen

 

Problemstoffe in Konsumgütern und Anlagen
Die kantonalen Chemikalienfachstellen kontrollieren Produkte, die sich auf dem Markt befinden, stichprobenweise, um feststellen zu können, ob diese die Bestimmungen der Chemikaliengesetzgebung erfüllen. Schwerpunkte waren in den letzten Jahren Flammschutzmittel, Schwermetalle und klimawirksame Gase.
» weitere Informationen

 

Das neue Chemikalienrecht
Seit dem 1. August 2005 sind die gesetzlichen Vorschriften bezüglich umweltgefährdender Stoffe im neuen Chemikaliengesetz und in den darauf gestützten Verordnungen festgelegt. Mit diesem neuen Recht werden Umwelt- und Gesundheitsschutz vereint betrieben und Gefahrensymbole haben die bisher bekannten Giftklassen ersetzt.
» weitere Informationen