Wald

Die Waldfläche der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt beträgt rund 21’000 ha (Hektaren), das sind 210 km2. Damit sind in BL 41.8% der Kantonsfläche bewaldet (Schweiz: 30%). Der Wald ist somit nach den neuesten Angaben die Hauptbedeckungsart im Kanton Basel-Landschaft. Das kantonale Bewaldungsprozent von Basel-Stadt liegt bei 11.6%. Der Kanton Basel-Stadt hat somit eines der tiefsten Bewaldungsprozente der Schweiz.

 


Landschaftsprägend: wunderbarer Herbstwald in unserer Region

Der Wald übt auf die ihn umgebene Landschaft, den Menschen, den Boden, Wasser und Luft, sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt eine bedeutende Wirkung aus. Der Wald erfüllt viele Funktionen, die für uns Menschen von grundlegender Bedeutung sind. Vielfach sind wir uns seiner vielfältigen Wirkungen gar nicht bewusst. Der Wald ist ein wichtiges Element unserer Kulturlandschaft, spielt eine zentrale Rolle im (globalen) Ökosystem und ist nicht zuletzt Rohstofflieferant. Als klassische Funktionen werden die Holzproduktion, die Schutzwirkung gegen Naturgefahren, der Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie den Menschen (Wohlfahrt) verstanden. Der Wald nimmt aber noch weitere Aufgaben wahr:
 
Schutzfunktion
Der Wald schützt vor Naturgefahren wie Hochwasser, Steinschlag oder Lawinen. Im Jura wirkt der Wald hauptsächlich als Schutz vor Steinschlag und Wassergefahren. Die Schutzwirkung des Waldes ist abhängig von den vorhandenen Baumarten, dem Alter der Bäume, den Stammdurchmessern, der Dichte der Bestockung. Je nach Anforderung bedürfen daher die Schutzwälder einer adäquaten Pflege, damit die dauernde Schutzwirkung des Waldes längerfristig gesichert werden kann.
 
Holzproduktion
Holz ist ein vielseitiger Rohstoff, der ständig nachwächst und umweltfreundlich erzeugt wird. Pro Jahr wachsen in den beiden Basel rund 170’000 m3 Holz nach. In den letzten Jahren sind in den beiden Basel durchschnittlich 95’000 m3 Holz geschlagen worden. Es wird also bedeutend weniger Holz genutzt als nachwächst.
 
Naturschutz
Der Wald ist das naturnaheste Gebiet in unserer Kulturlandschaft. Der Wald bietet Lebensraum für rund 70% aller Tiere und Pflanzen. Das ornithologische Inventar beider Basel bezeichnet sogenannte Wert- und Defizitgebiete. In den Wertgebieten sind seltene Vogelarten anzutreffen, deren Lebensräume zu erhalten sind. Auffallend ist dabei, dass Wertgebiete grösstenteils im Zusammenhang mit Waldareal stehen. Im Unterschied zum Kulturland sind diese Lebensräume nicht verschwunden.
 
Erholung
Jedermann darf den Wald frei betreten. Ein grosser Teil unserer Bevölkerung nutzt den Wald regelmässig zur Erholung. Es ist auch allen erlaubt, im ortsüblichen Umfang Beeren und Pilze zu sammeln. Grössere (Sport-)Veranstaltungen im Wald sind gemäss kantonalem Waldgesetz einer Bewilligungspflicht unterstellt. Dadurch soll eine allfällige «Überlastung» bestimmter Waldgebiete verhindert werden.
 
Wasser
Der Wald sorgt erwiesenermassen für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Die Trinkwasserversorgung ist gerade im Jura mit unterschiedlicher Niederschlagsverteilung auf die Speicherfunktion des Waldes angewiesen.
 
Klima – CO2
Mit Hilfe der Sonnenenergie produzieren die Bäume aus Kohlendioxid (CO2), Wasser und Bodenmineralien Holz. Bei diesem Vorgang wird der Kohlenstoff, C, ins Holz eingebaut und der Sauerstoff (O2) als «Abgas» in die Luft emittiert. Die Bäume leben also vom CO2, welches Mensch und Tier ausatmen und Verbrennungsmotoren und Heizungen in die Atmosphäre emittieren. Weltweit kann der Wald zur Zeit 20-25% der Gesamtemission absorbieren. In der Schweiz sind es etwa 15% der landesweiten Emission. Allerdings kann der Wald diese Funktion langfristig nur erfüllen, wenn sein Holz genutzt wird und nicht im Wald zurückbleibt und verrottet.
 
Links:
Amt für Wald beider Basel:
» www.baselland.ch/waldzahlen-htm.291037.0.html